History-Club Zülpich 2014
Geschichte(n) aus der Zülpicher Börde

 

Zülpich

Stadt mit  

Charme und Charakter




                                                                     Foto: Michael Kamer, Heimbach


Das historische Zülpich


 

Aus der Historie der Römerstadt

 

Das Kriegerdenkmal 1870/71

auf dem Marktplatz

 

 

"Tolbiacum"

 


Der Name Zülpich kommt zuerst bei Tacitus unter dem Jahre 70 n.Chr. vor.

Dort heißt es "Tolbiaci in finibus Agrippinensium" (in Zülpich, im Gebiet der Agrippinenser). Bei Gregor von Tours lesen wird unter dem Jahr 531 "per murum civitatis Tulbiacensis" ( auf der Zülpicher Stadtmauer). 

Weitere ältere Urkunden enthalten u.a. folgende Bezeichnungen für Zülpich:


612:  ad Tulbiacensum castrum


772:  castrum Tulbiaginse


881:  Tulpiacum


925 : oppidum quoddam nomine Tulpiacum


1064: in Zulpiaco


1073: de Zulpigo


1124: Zulpiacum


1166: in cella Zulpiacensi


1233: bona in Zulpeche


1251: de Tulpeto


1255; oppidum Tulpense


1279: oppidum Tulpetense


1300: de burgere van Zulpge


Weitere von Tolbiacum und Tulpiacum abgeleitete Formen sind noch Toletum, Tolbia, Zülpicha und Zulpia.


Die gebräuchlich und bekannte Form ist bis heute die lateinische Bezeichnung  "Tolbiacum" geblieben.

 

 

(Vergl. H.v.d.Broeck " 2000 Jahre Zülpich, 1968, S.173)

 

                                              Mit freundlicher Genehmigung Norbert van der Broeck





Zülpich im Mittelalter

Die Burg in Zülpich
und weitere Sehenswürdigkeiten

Blick auf die Landesburg auf dem Mühlenberg in Zülpich

                

Wolkenkratzer - Eigenes Werk - Zülpich, Luftaufnahme (2016) CC-BY-SA 4.0




Steckbrief der 

Landesburg Zülpich


Erbaut im 12. Jahrhundert. Quadratischer, gotischer 4-Flügelbau mit 3 Rund- und einem Viereckturm mit umlaufendem Wassergraben, Tor und Brücke.


1275: Bau der Burg am Mühlenberg durch Erzbischof Siegfried von Westerburg


1288 erobert von dem Grafen Walram von Jülich.

1399: Burg wird abgebrochen.


1369: Neuaufbau der Burg durch Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden. Die Burg ist heute im Kern noch in dieser Form erhalten.


Ende des 17. Jahrhunderts: Ende der Streitigkeiten zwischen Jülich und Köln. Die Burg wird strategisch bedeutungslos.


17. Jahrhundert: Umbauten und Erweiterungen an der Burganlage


17. Jahrhundert: Burg durch französische Truppen niedergebrannt (1689).


18. Jahrhundert: Ausbau u.a. des Nordturms  zu Wohnzwecken durch Schultheiß Joseph Eberhard Wachendorff.


1847: Neuer Eigentümer wird „Familie Sieger“, 1870 Schnapsbrennerei (Sieger-Korn)


1944: Beschädigungen durch Bombenangriffe (24.12.1944).


1956: Wiederaufbau der Türme und Außenmauer. Modernisierung der Kornbrennerei.


1979: Verkauf an die „Maywerke“.


1980: Die Burg ist nach Auszug der „Maywerke“ unbewohnt und leerstehend.


2003: Sanierungsarbeiten. Neuer Eigentümer wird die Unternehmensgruppe „Füngeling“.


2009: Heimat des Zülpicher Geschichtsvereins mit Touristen-Info. Ausstellungsraum für Gemälde  des Genremalers Hubert Salentin.


Die Landesburg in Zülpich zählt neben den Burgen in Linn, Kempen und Lechenich zu den letzten vier noch erhaltenen Landesburgen des 14. Jahrhunderts im Rheinland.



Weitere Fakten über die Landesburg


„Die Burg in Zülpich ist eine schlichte Backsteinanlage auf annähernd rechteckigem Grundriss mit hohen Türmen an den Ecken. Sie zählt zu den klassischen Kastellburgen und folgt damit dem spätmittelalterlichen Idealtyp. Die nüchtern wirkende Wehranlage verzichtet fast vollständig auf architektonisches Beiwerk und unterstreicht damit ihren Festungscharakter, der ihr aufgrund ihrer Lage an der Südwest-Ecke des mittelalterlichen Zülpichs und dem Einbezug in die damalige Stadtbefestigung zukam.


Das Burgportal gegen Ende des 19. Jahrhunderts


Die geschlossene Vierflügelanlage war ursprünglich von einem bis zu zwölf Meter breiten Wassergraben umgeben.[9] An ihrer Süd-, West- und Ostecke stehen Rundtürme, die alle einmal vier Geschosse hoch waren. Der südliche von ihnen wurde jedoch wegen Baufälligkeit[5] im 19. Jahrhundert[10] um zwei Stockwerke gekürzt. Im Norden steht ein übereck gestellter, 10×10 Meter[11] messender Vierecksturm mit Eckquaderung, der das einzige Überbleibsel einer älteren Anlage ist.[10] Seine Form deutet darauf hin, dass er wohl erst im 17. Jahrhundert sein heutiges Aussehen erhielt.[12] Die beiden noch in voller Höhe vorhandenen Rundtürme sind durch vorkragende, offene Wehrplattformen mit Zinnenkränzen aus Backstein abgeschlossen. Bei den Kragsteinen kam Trachyt als Material zum Einsatz, während der darüber befindliche Spitzbogenfries aus Tuff besteht. Alle runden Ecktürme besaßen einst bewohnbare Räume mit Kaminen und Aborten. 

In den bis zu drei Meter [13] dicken Burgmauern befinden sich Wendeltreppen. Der westliche, der Stadt abgewandte Turm diente zudem als Verlies.

Die vier Flügel bestanden früher aus zweigeschossigen Wohnbauten mit hohen Kellergewölben. Von ihnen sind heute nur noch die starken Außenmauern erhalten, die zugleich als Wehrmauern mit vorkragenden Wehrgängen fungierten.

Die übrige Bausubstanz der heutigen Flügel stammt aus späterer Zeit, denn die Original-Dächer und -Innenmauern sind schon seit dem 17. Jahrhundert nicht mehr vorhanden.[13] Die Außenfassade der südwestlichen -Wand ist durch schmale, hohe, gotische Querstockfenster mit heller Hausteinfassung in regelmäßige Achsen unterteilt, die nur durch zwei Aborterker unterbrochen werden.

Die besterhaltene Außenfront findet sich an der Südost-Seite mit dem Hauptportal aus sorgfältig bearbeiteten Buntsandsteinquadern, zu dem früher eine Zugbrücke führte. Davon zeugen eine tiefe Blendnische, die den Spitzbogen des Tores rahmt und früher die Zugbrücke aufnahm, sowie die noch vorhandenen Rollenlöcher für die Ketten. Über dem Portal finden sich zwei schräg gestellte Wappenschilde, deren Details vermutlich 1794 von französischen Soldaten zerstört wurden.[14] Sie zeigten früher das Wappen Friedrichs von Saarwerden und wahrscheinlich das des Kölner Erzbistums.[14]

Darüber hinaus gab es eine weitere Zugbrücke an der Südwest-Seite, die einen Zugang zur Burg ermöglichte, ohne dass der Benutzer durch die Stadt gehen musste. Für die Stützpfeiler dieser Brücke wurde Baumaterial des um 1350 an gleicher Stelle errichteten „Jülicher Schlosses“ verwendet.“[

Seite „Kurkölnische Landesburg Zülpich“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. Februar 2021, 16:47 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kurk%C3%B6lnische_Landesburg_Z%C3%BClpich&oldid=209262902 (Abgerufen: 10. Oktober 2021, 16:00 UTC)



Ehemalige Kurkölnische Landesburg - 

Wahrzeichen Zülpichs.


Den  Namen "Landesburg" leitet man seit jeher von der Tatsache ab, dass  seinerzeit nur der jeweilige Landesherr solche Burganlagen errichten durfte.

Die heutige Burganlage  existiert schon seit römischer Zeit (castrum) und diente später den Merowingern und Karolingern im damaligen Zülpichgau als Königspfalz bzw. Königshof. Bei den Normanneneinfällen Ende des 9. Jahrhunderts wurde die Anlage zerstört und später von den Aachener Pfalzgrafen übernommen und nun als Burg neu aufgebaut. Die heutige Burganlage diente seit dem 14. Jahrhundert  den Kölner Erzbischöfen als Schutz gegen die damalige Grafschaft Jülich.


Im deutschen Reich gab es damals 300 Einzelstaaten


Friedrich II, Der Staufer

"Im 12. Jahrhundert ging die alte Gauverfassung zu Ende und zahlreiche Adelsgeschlechter kamen jetzt auf und errichteten die Landesburgen. Auf dem Reichstag in Worms hatte  Stauferkönig Friedrich II. 1

231 den Reichsfürsten das Recht zum Bau von Burgen und Städten und die Hochgerichtsbarkeit übergeben.


Geistliche Herrschaften entstanden. Diese komplizierten Kleinherrschaften waren miteinander verzahnt  bzw. standen gegeneinander oder verbündeten sich wechselseitig. Es existierten an die 300 Einzelstaaten im Reich" [1]


Konrad von Hochstaden, 1205-1261.

Im 12. Jahrhundert war das Verhältnis Jülichs zu Kurköln noch gut. Erst im Jahre 1230 kam es zwischen Jülich und dem Kölner Erzbischof zu einer Fehde, die der Anfang zahlreicher Kriege zwischen den beiden Rivalen war. 

Jülich suchte den kurkölnischen, Köln den Jülicher Teil in seinen Besitz zu bekommen. Wilhelm IV. führte 15 Jahre lang einen erbitterten Kampf mit Erzbischof Konrad von Hochstaden, der sogar neun Monate in Nideggen Gefangener des Grafen von Jülich war. Endlich jedoch ging Konrad als Sieger hervor.


[1] Vergl.Unsere Vorfahren, von Karl Naske



  Die Burg im 13. Jahrhundert.

Jülich behielt Patronat über Marienkirche.


Nach mehreren Zerstörungen und Eroberungen teils von Jülich, teils von Kurköln,  wurde schließlich um das Jahr 1275 von Erzbischof Siegfried von Westerburg (rechts im Bild) eine neue Burg auf dem Areal des früheren römischen Kastells am Mühlenberg erbaut. Siegfried legte einen Mauerring um die Stadt, um das Erreichte  zu sichern. Er hatte bis auf das Patronat der Marienkirche fast das ganze Jülicher Land wieder von Jülich zurückerorbert. Die alte Martinskirche ließ er, weil sie nun außerhalb der Stadtmauer lag, abbrechen und neu innerhalb des Rings aufrichten. Um 1300 wurde die Burg zerstört und vom Grafen von Jülich wieder aufgebaut. 1367 wurde der Nauaufbau durch Erzbischof von Falkenstein und Friedrich von Saarwerden vorangetrieben.



Ein langer Krieg geht zu Ende...


Die vielen Auseinandersetzungen zwischen der Kirche und den Herzögen aus Jülich setzten der Burg im 13. Jahrhundert sehr stark zu. Die Burg musste mehrfach  auf- und umgebaut werden.


F.v . Saarwerden

Mitte des 14. Jahrhunderts  gelangte die Landesburg nun endgültig in kurkölnischen Besitz und wurde durch Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden (links) nun mit bis zu drei Meter dicken Mauern und Toren aus Backsteinen zu der heutigen Viereckanlage völlig um- und ausgebaut. Der westliche Turm diente zudem als Verlies. Die seinerzeit so umgebaute Burganlage ist mit der heutigen Anlage im Großen und Ganzen durchaus zu vergleichen. 

Auch die Errichtung der Stadttore sind dem Erzbischof zu verdanken. Die Burg und die Stadtbefestigung waren 1394 vollendet. Noch heute lässt sich die alte Stadtbefestigung an einigen Stellen die verschiedenen Bauperioden deutlich erkennen: Buntsandstein und Bruchsteine zeigen die ältesten Bestandteile des Festungswerkes, das dem Erzbischof Sigfried von Westerburg seine Entstehung verdankte, Backsteine die jüngeren aus dem 14. Jahrhundert (unten).

Foto oben: Gut zu erkennen: Die beiden Bauabschnitte der Mauer.

 


Wassergräben und Zugbrücken -
Die Burg wurde gesichert.


Rund um die Burg bestand ursprünglich ein bis zu 12 Meter breiter Wassergaben, der in den Ausmaßen dem heutigen Mauerring entsprechen dürfte. Die so genannte Wasser- oder Niederungsburg konnte mit einer Zugbrücke, die heute nicht mehr erhalten ist, geöffnet bzw. geschlossen werden. Steinreste der Brückenpfeiler wurden erst im Jahre 2010 bei Grabungen am Wallgraben freigelegt (Foto unten). Eine weitere Zugbrücke befand sich am Hauptportal (Foto unten).


               Die Zugbrücke an der Süd-West-Seite

Hier befand sich eine Zugbrücke, über die man in die Burg gelangte, ohne die Stadt zu betreten.Reste der Rollen für die Ketten des Zuges sind noch erhalten.


Die Zugbrücke am Hauptportal

Heute noch kann man die Rollen für die Zugbrücke im Gemäuer sehen

Hier am Portal sind die Rollen für die Zugbrückenketten noch im Mauerwerk  erhalten. Die eingearbeiteten Wappen rechts und links über dem Portal ließ  Napoleon  um 1800 unkenntlich machen. Vermutlich zeigten die Skulpturen einst das Wappen von Friedrich von Saarwerden und das vom  Kölner Erzbistum.

(Quelle:Vergl. H.v.der Broeck, " 2000 Jahre Zülpich" 1968).


1423 fand dann der 200-jährige Kampf um den Besitz Zülpichs seinen eigentlichen Abschluss. Die Stadt Zülpich, der Hof Mersburden und das Gericht Mersburden mit Bessenich und Weiler sowie die zur Marienkirche gehörenden Dörfer Füssenich, Geich und Eilich kamen seitdem in den Besitz Kurkölns.

( Quelle: H.v.d.Broeck, 2000 Jahre Zülpich, 1968).


Mit dem Ende der Streitigkeiten zwischen Jülich und Köln verlor die Burg – ebenso wie die gesamte Stadt – ihre strategische Bedeutung. Aber Frieden war nicht in Sicht. 1642 wurden die Stadt und die Stadtbefestigung von den einfallenden Hessen verwüstet. Am 2. März fiel die Stadt zusätzlich einem von den Hessen gelegten Brand zum Opfer. Viele Zülpicher verloren ihr Hab und Gut. Auch die Martinskirche brannte nieder.



Louis XIV. um 1667

Nach schweren Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg und Stadtteile Zülpichs um das Jahr 1689 von Soldaten des französischen Königs Ludwig XIV. (Sonnenkönig) in Brand gesetzt. 

Bei einem Stadtbrand im Jahre 1710 wurden mehrere Häuser am Markt und in der Martinstraße vernichtet. 1749 brannte der Turm der Peterskirche ab. Die Einwohnerzahl war von 500 auf 130 herabgesunken.

(Quelle: H.v.d.Broeck, "2000 Jahre Zülpich, 1968")


In Zülpich herrschte nach all diesen Geschehnissen größte Not und bitteres Elend.

Anstehende Reparaturen und Ausbesserungen an der Burg verfielen mit den Jahren jedoch wieder. Es blieb nur noch eine Ruine übrig, die lange Zeit unbewohnt war, bis sie etwa Mitte des 18. Jahrhunderts, um 1741, in den Besitz von Josef E. Wachendorff gelangte und teilweise als Wohngebäude (Wohnung im Nordturm) ausgebaut und umgestaltet wurde.



Das Amt Zülpich als Verwaltungseinheit des Kurfürstentums Köln im Jahre 1789


Zülpich im Jahre 1789, kurz vor dem Einfall der Franzosen


Die Stadt Zülpich blieb nun  bis zur Franzosenzeit (1794 - 1814)  kurkölnisch, die Jülicher kontrollierten aber nach wie vor das Umland (Karte oben). Das alles - vor allem die Kleinstaaterei links des Rheins - änderte sich schlagartig, als das Rheinland durch Napoleon  1794 in Besitz genommen wurde.



Die Marienkirche


 

Die Marienkirche wurde von den französischen Besatzern um das Jahr 1800 zerstört.  Ein Rest  des alten  Kirchturms stand noch bis 1842. Wenige Reste des Portals stehen  heute noch auf einem Privatgrundstück in Zülpich. Pfarrer Caumanns  war der letzte Ortspfarrer der Marienkirche.

 

Foto: Sammlung History-Club Zülpich 2014 mit freundlicher Genehmigung der Eheleute Reuter, Zülpich.

 

 



20jähriges Zwischenspiel:

Zülpich in der Franzosenzeit,

Wiener Kongress.


Napoleon I.



Noch ein letztes Mal vor dem Ende des 18. Jahrhunderts kamen  feindliche Truppen nach Zülpich, und zwar während der französischen Revolution.


Am 02. Oktober 1794 drangen die Franzosen gegen die Rur vor. Schon gleich am ersten Tag fiel Düren in ihre Hand, am 03. Oktober Jülich, am 06. Oktober Köln. Das linksrheinische Gebiet wurde französisch proklamiert und stand vom 24. November 1794 an unter französischer Verwaltung mit dem Sitz in Aachen. Der Rhein war nun die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland.



Zülpich wurde aufgrund der neuen französischen Ordnung ab 1797 Kantonalstadt.

Es gehörte nun dem Roer-Departement und somit dem Bezirk Köln an.

Zum neu errichteten Kanton Zülpich gehörten die Bürgermeistereien aus den 9 Orten Nemmenich, Frauenberg, Wichterich, Euskirchen, Wachendorf, Kommern, Satzvey, Enzen und Sinzenich.


Die "Grande Nation" übernahm


Bereits seit dem Jahr 1798 waren sämtliche Wallfahrten, Prozessionen und Leichenzüge per Dekret verboten. Auf den Friedhöfen und Kirchtürmen sowie an allen öffentlichen Wegen mussten die Kreuze entfernt werden.

Die Wehrpflicht nach französischem Vorbild wurde auch linksrheinisch eingeführt.

Gravierende Änderungen zum Beispiel im Unterrichtswesen und eine ganz neue Zeitrechnung waren nun Neuerungen, die mit der Franzosenzeit auch in Füssenich Eingang fanden.

Am 01. Januar 1810 wurde als neue Währung der französische Franken eingeführt.

 

Amtssprache: Französisch

Seinerzeit waren alle Urkunden, standesamtliche Eintragungen, Zeugnisse oder auch alle Landkarten in der französischen Sprache verfasst. Die Bevölkerung sprach deutsch, musste sich also bei amtlichen Begehren oder aber in Gerichtsprozessen beim Friedensrichter stets eines Dolmetschers bedienen. Öffentliche Bekanntmachungen oder Plakate waren zweisprachig ausgefertigt, damit die Bürger dem jeweiligen Aufruf folgen konnten.




Personenstandsregister nicht

mehr in Händen der Kirche


Das Pfarramt war jetzt nicht mehr befugt, persönliche Daten zu erfassen. Geburts- Heirats- oder Sterbeurkunden durften nur noch von den Kommunen ausgestellt werden.

Während der Besetzung durch die Franzosen wurden alle französischen Gesetze und Verordnungen - auch in  Zülpich rechtswirksam.


Eine Pfarrei unter 6000 Einwohnern durfte ab sofort nur noch eine Pfarrkirche unterhalten. Somit wurde St. Marien und St. Martin in Zülpich aufgelöst. St. Peter blieb die einzige Pfarrei in Zülpich. St. Marien war die "Stammkirche" der Füssenicher und Geicher.


St. Marien wurde schließlich 1817 abgerissen und eingeebnet. Die Martinskirche diente den Franzosen als Wohn- und Lagerhaus. Der Rat der Stadt Zülpich beschloss 1988 den Ausbau der ehemaligen Ruine zu einer neuen Begegnungsstätte.


Im Jahre 1803 erfolgte die formelle Aufhebung des Füssenicher Klosters und die Übereignung aller Besitzungen als Nationalgut an den französischen Staat.

Das alte "Erzbistum Köln" wurde von Napoleon aufgelöst und 1801 als "Bistum Aachen" eingerichtet.  1821 wurde das Erzbistum Köln wieder hergestellt.


Vergl. auch "300 Jahre Pfarrkirche St. Nikolaus" , 2011, Seite 14, Bruno Schall.

Vergl. Heribert van der Broeck" 2000 Jahre Zülpich, 1968, Seite 168


Der Code Civil

Auszüge aus der Ausgabe von 1808.

Die Geburtsurkunde.


Die Geburt des Kindes muss von dem Vater, oder, in dessen Ermangelung, von den behandelnden Doktoren der Arznei- oder Wundarztkunde, und sonstigen Ärzten, desgleichen von den Hebammen, oder anderen Personen, die bei der Geburt zugegen gewesen sind, und, wenn die Mutter außer ihrem Wohnorte niedergekommen ist, von der Person, bei welcher dies geschah, angezeigt werden. Die Geburtsurkunde soll sogleich in Gegenwart zweier Zeugen aufgenommen werden.

Die Geburts-Urkunde muss den Tag, die Stunde und den Ort der Geburt, das Ge-schlecht des Kindes, und die Vornamen, die man ihm gegeben hat und Vornamen, die Geschlechtsnamen, das Gewerbe und den Wohnort der Eltern, wie auch der Zeugen, enthalten.

Quelle: Code civil 1808.


Begriffe und Berufsbezeichnungen,

die man in Zülpich und der Umgebung lernen musste:


administrateur municipale --------------------  Gemeindeverwalter

agent de police----------------------------------------------     Schutzmann

avocat--------------------------------------------------------       Rechtsanwalt

curé------------------------------------------------------------        Kath. Pfarrer

juge de paix-----------------------------------------------     Friedensrichter

instituteur-----------------------------------------------     Grundschullehrer



 Wiener Kongress  1814-1815

 

Vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 abgehaltene Kongress


Nach der Befreiung 1814 wurde die Region im Wiener Kongress neu gestaltet. Zülpich wurde nun preußisch, die Kantone Zülpich und Lechenich wurden am 20. April 1816 zu dem neu gebildeten Kreis Lechenich vereinigt.


Amtsgericht Euskirchen, 1879

Nach der folgenden Verlegung des Landratsamtes nach Euskirchen (1827) gehörte Zülpich nun zum Kreis Euskirchen. Zülpich verlor 1879 den Gerichtssitz an die Kreisstadt. Das Notariat, das schon vor preußischer Zeit in Zülpich lag, blieb jedoch in Zülpich.


Napoleon hatte bereits im Jahre 1801 das Erzbistum Köln beseitigt und  dafür Aachen als Bistum erhoben. 1821 wurde das ehemalige  Erzbistum in Köln dann  nach dem Wiener Kongress wieder hergestellt.

(Quelle: Vergl. H.v.d.Broeck" 2000 Jahre Zülpich, 1968, S.44,45)



Preußische Tugenden auch in Zülpich.

"Stippeföttsche" im Rheinland.


Die Bevölkerung tat sich schwer mit den preußischen Begriffen von Disziplin und Ordnung, was sich dann auch später mit der Gründung der "Funkengarden" im Karneval noch verdeutlichen sollte. Man macht sich bis heute noch lustig über die straffe militärische Organisation und die Ordnungsliebe der Preußen.


   

Die Eisenbahn kommt nach Zülpich


    Staats-Bahnhof Zülpich um 1900 ( Kreisarchiv Euskirchen).



1864 wurde die Stadt Zülpich durch die Rheinische Eisenbahngesellschaft an die Eisenbahnstrecke Düren-Euskirchen angeschlossen.

 

Heute fährt der Bördeexpress auf der historischen Gleis-anlage.


Weitere Informationen über die Geschichte der Bahn in unserer Region finden Sie auf der Seite "Anfänge der Eisenbahn".


oder HIER anklicken


Von der  Burg zur Fabrik


Zülpich um 1850

Vorgeschichte: 

Heinrich Xaver Sieger heiratete 1847 Margaretha Catharina Wachendorff (1816–1891), deren Eltern die Besitzer der Burg waren. Nachdem er durch diese Verbindung in den Besitz der Burg gelangt war, baute er dort eine Schnapsbrennerei auf, die bis 1979 bestand und die Marken Sieger-Korn und Alter Sieger-Korn herstellte, die heute noch vertrieben werden. 

Von 1814 bis zum Umzug in die Burg lag die komplette Herstellung des "Korns" im nahe gelegenen Kloster zu Füssenich. 

 Foto: Firma Sieger aus dem Jahre 1884


Im Jahre 1873 gründete er mit zwei Verwandten seiner Frau, Eberhard und Theodor Wachendorff, die Zülpicher Papier-Fabrik AG, die aus den anfallenden Strohrückständen der Sieger-Brennerei Papier und Pappe herstellen sollte. Dieses Unternehmen existiert noch heute als einer der größten Arbeitgeber in Zülpich 


Seite „Heinrich Xaver Sieger“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 5. November 2012, 10:34 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Heinrich_Xaver_Sieger&oldid=110138113 (Abgerufen: 13. August 2017, 15:01 UTC



24.12.1944: Bomben auf die Burganlage


Die Zeit des 1. Weltkrieges hat die Landesburg unversehrt überstanden, jedoch war sie den Bomben- und Artillerieangriffen der Alliierten im 2. Weltkrieg schutzlos ausgesetzt. Die gesamte Burganlage wurde bei dem verheerenden Luftangriff am 24.12.1944 schwer getroffen. Das barocke Wohnhaus wurde völlig zerstört und konnte nicht mehr baugleich errichtet werden.

 

Erst in den 1950er Jahren waren die Schäden an den Türmen und Mauern beseitigt, die  Kornbrennerei wurde modernisiert.

 

Brennerei Sieger - Foto: Stadtarchiv Zülpich

            Ansicht auf die Burg in Zülpich vor dem Krieg

         ( Foto: Jeannette Cramer-Rochels,Lüxheim)



Bis  in das Jahr 1979  wurde hochprozentiger „Sieger“ produziert. Bis zu 4000 Flaschen wurde täglich in der Sieger-Brennerei abgefüllt. Über 5 Tonnen Getreide wurden dafür täglich gekocht. Der typische "Siegerkorn-Geruch" war damals  je  nach Windrichtung in ganz Zülpich zu vernehmen. Hergestellt wurden übrigens 130 Jahre lang die Sorten "Alter Sieger" und " Sieger Korn".

Eine der schönsten Fensterscheiben in Zülpich - mit freundlicher Genehmigung von Michael Kamer, Heimbach.


Nachfolger des Familienunternehmens „Sieger“ war nun  die Firma „May“, die für einige wenige Jahre die Produktionsanlage nutzten und dann in eine neue Produktionsstätte wechselte.

Der Mühlenberg mit Schnapsbrennerei (Foto: Stadtarchiv Zülpich).

 

Die Burg stand nun 25 Jahre leer, bis im Jahre 2003 ein neuer Eigentümer die Burg sanierte und als Wohn- und Arbeitsstätte umgestaltete. Einer der über 26 m hohen Türme dient heute als Aussichtsturm (Ostturm).

Heute haben vorwiegend die Zülpicher Geschichtswerkstatt und der Geschichtsverein Zülpich hier ihren Sitz und ihre Räumlichkeiten. Außerdem gibt es  einen Infopunkt für Touristen

Hier befinden sich die Räume der Geschichtswerkstatt/Geschichtsverein sowie einige vermietete Privat- und Geschäftsräume.

Foto unten: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 Kurkölnische Landesburg Zülpich, CC BY-SA 4.0

 

 Die Burg als Backsteinanlage

Bis ins frühe 19. Jhr. war der

südliche Turm noch 4-geschossig

 

Die Türme im Jahre 1749


Die Landesburg Zülpich hat an ihrer Süd-, West- und Ostecke Rundtürme, die alle einmal vier Geschosse hoch waren. Der südliche Turm wurde jedoch wegen akuter Baufälligkeit im 19. Jahrhundert um zwei Stockwerke heruntergebaut. Im Norden der Burganlage steht ein eckiger Turm. Alle runden Türme waren zeitweise bewohnt und hatten beheizbare Räume und Aborte. In den drei Meter dicken Mauern befanden sich Wendeltreppen zum Besteiger der Türme. Im Westturm befand sich ein Gefängnis.


Quelle: Vergl. Kurkölnische Landesburg Zülpich - https://de.wikipedia.org,


Heute kann man für einen kleinen Eintrittspreis einen der Türme besteigen und die Aussicht von den Zinnen genießen.


2014 war die Burg einer der Anziehungspunkte der Landesgartenschau in Zülpich. Für Ausblicke in die Eifel wurde eine neue Treppe in einen der Türme gebaut, von dem man bei gutem Wetter weit ins Land schauen kann.




Übrigens:

Seit der gewonnenen  Schlacht von Zülpich durch Chlodwig anno 496 gilt das Frankenreich als Ursprung des französischen Staates. Napoleon III.  (rechts) ließ daher im Jahre 1868 eine  Straße in Paris  "Rue de Tolbiac" („Zülpicher Straße“) benennen, die es heute noch im 13. Arrondissement gibt.

Eine "Pont Tolbiac" (Brücke) über die Seine,  eine Metro-Station "Tolbiac (Métro Paris)" und ein kleines "Hotel Tolbiac" findet man ebenfalls dort.

 

Rue de Tolbiac im 13. Arrondissement von Paris

 

Foto-Quelle: besophaRue de Tolbiac à ParisRue de Tolbiac à Paris,CC BY 2.0File:Rue de Tolbiac, Paris August 2016.jpgCréation : 7 août 2016



Die vier Stadttore aus dem 

14. Jahrhundert

Der Schneider-Plan von 1746. Oben: Kölntor, unten Weiertor, links Bachtor, rechts Münstertor




Das Bachtor


Das Bachtor wurde im Jahre 1393 am Ende der Bachstraße im Norden Zülpichs durch Friedrich III. von Saarwerden erbaut. Das Außentor wurde 1886 abgebrochen. Nach Kriegsende wurde das Bachtor restauriert. Der Verkehr läuft heute westlich am Tor vorbei Es handelt sich ursprünglich um ein Doppeltor mit Verbindungsmauern. Der heutige Torturm ist dreigeschossig mit Spitzbogen. Die Seitenmauern des Vorturmzwingers sind mit jeweils zwei tiefen spitzbogigen Nischen mit Schießschlitzen ausgestattet.


Quelle: „Die Stadt Zülpich“ Ministerium für Stadtentwicklung des Landes NRW, ISBN 3-7927-0969-4, S.302 Stadtarchiv Zülpich



Das Münstertor


Das Münstertor wurde im Jahr 1357 als erstes der vier Zülpicher Stadttore am südlichen Ende der Münsterstraße errichtet. Im 2. Weltkrieg wurde der Turm schwer beschädigt und 1953 und 1976 restauriert. Durch den Turm führte die Straße nach Münstereifel.


Ursprünglich handelte es sich wohl um ein Doppeltor. Der Turm ist dreistöckig. Über dem Spitzbogen befinden sich kleine Wappenschilde. In den Obergeschossen sind kleine offene Rechteckfenster in Sandsteingewände eingearbeitet. Im Innern des Turms ist die originale Struktur noch weitgehend erhalten geblieben (Kamine, Abortnischen und Fensternischen). Die hölzernen Zwischendecken wurden über den alten Konsolen erneuert.


Quelle: „Die Stadt Zülpich“ Ministerium für Stadtentwicklung des Landes NRW, ISBN 3-7927-0969-4,



Das Münstertor beheimtate - ebenso wie das Kölntor - eine Karnevalsgesellschaft, die Prinzengarde. Über eine massive  Stahlkonstruktion neben dem Turm erreicht man heute die oberen Räume (Foto: Sammlung JCD).


Tafel am Münstertor (Foto: Sammlung Justiz-Club Düren).



Das Kölntor

Das Kölntor wurde Ende des 14. Jahrhunderts (1390) wie alle anderen Stadttore von Friedrich III. von Saarwerden errichtet.

Im Jahre 1886 wurde der Außenturmbogen angehoben. Nach den Zerstörungen im 2. Weltkrieg wurde der Turm mehrfach restauriert. Im Zuge der Arbeiten wurde später ein runder Treppenturm angebaut.

Es handelt sich um ein Doppeltor mit Verbindungsmauern. Später wurde ein kleiner Zwinger vorgebaut. Der Torturm ist dreigeschossig. Der Unterbau besteht aus Bruchstein. Die Obergeschosse wurden aus Backsteinen gemauert. Das Vortor ist aus Backstein mit seitlichen Zwingermauern, die je zwei Spitzbogennischen enthalten und mit Schießschlitzen versehen sind.

Wegen des stetig steigenden Verkehrsaufkommens in Zülpich, das Ende des 19. Jahrhunderts zu beobachten war, musste das Stadttor an beiden Seiten für den Verkehr durchbrochen werden. Das Kölntor selbst können wir heute noch im originalen Zustand bewundern.

In einer Nische haben die Zülpicher Karnevalisten "Blaue Funken" , die das Tor nutzen, jüngst eine Marienfigur eingefügt.


Quelle: „Die Stadt Zülpich“ Ministerium für Stadtentwicklung des Landes NRW, ISBN 3-7927-0969-4, S.302, Fotos: Sammlung Justiz-Club Düren.


Das Weiertor


Das Weiertor wurde Ende des 14. Jahrhunderts im Westen der Stadt gebaut. Der Turm wurde durch die alliierten Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg zu 80 % zerstört. Der rechte Turm wurde erst 1974 wieder aufgebaut.

Es handelt sich um eine Doppelturmanlage mit rechteckigem Torturm, vorgelegtem Zwinger und um einen mit zwei Rundtürmen flankierten Vortor. Von dem Torturm sind nur noch das Spitzbogenportal in tiefer Nische und die Seitenmauern in Durchfahrtshöhe erhalten. Der Zwinger und das Vortor sind aus Backstein. In der Nordmauer befindet sich eine Treppe. In den Zwingermauern sind tiefe spitzbogige Nischen mit Schießscharten eingearbeitet. Der südliche Turm wurde 1950 wiederhergestellt.

Zeitungsberichten aus dem Frühjahr 2021 zufolge soll das im 2. Weltkrieg massiv zerstörte Weiertor wieder aufgebaut werden und u.a. Ort der Begegnung werden. Das Land NRW fördert die Maßnahme mit 612.000 Euro. Das abgebrochene Haupttor wird wieder vollständig erneuert.

Entwurf: Mit freundlicher Genehmigung Konstantin Holz/Olly Hohn.


Den Förderantrag hatten die Hovener Jungkarnevalisten gestellt. Die Hovener Jungkarnevalisten als Hauptnutzer möchten das Weiertor künftig unter anderem als ihren Versammlungs- und Probenraum sowie für kleinere Festivitäten nutzen.

Die Anlage soll aber auch als Ort der Begegnung für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht werden – beispielsweise am „Tag des offenen Denkmals“ oder bei Stadtfesten und Veranstaltungen im direkt angrenzenden Park am Wallgraben.

Das neue Tor wird  eine Gesamthöhe von 17,45 Meter haben.


Mehr über die Bauabschnitte können Sie der Seite " Das Weiertor- Wiederaufbau 2022" in diesem Portal entnehmen.

>>>hier klicken>>

Quelle: Vergl. Blickpunkt Euskirchen vom 21.4.2021, Foto: Aus 2000 Jahre Zülpich, H.van der Broeck  „Die Stadt Zülpich“ Ministerium für Stadtentwicklung des Landes NRW, ISBN 3-7927-0969-4,  Fotos:  Sammlung JCD



    Stadtumwehrung in 

Bruch- und Backstein.

Die Stadtmauer um das alte Zülpich, Karte von 1746. Links: Bachtor, rechts Münstertor, oben Kölntor unten Weiertor.


Stadtmauer am Frankengraben - einst mit dem Münstertor verbunden.

 

Stadtmauer im Westen  - Die Mauer verband das Weiertor mit der Burg.

Stadtmauer in der Geicher Gasse - verband einst das Bachtor mit dem Weiertor.

Stadtmauer in der Martinstraße - Verbindung zum Kölntor bis Endes des 19. Jahrhunderts.


 Teilstück der Mauer -  einst Verbindung vom Münstertor zur Burg.


Mauer in der Karl-von-Lutzenberger-Straße in Zülpich bis zum Münstertor. Die Mauer war mir dem Kölntor noch bis Ende des 19. Jahrhundert fest verbunden, musste aber  -  wie auch die Stadtmauer am Kölntor -  wegen des weiter wachsenden Verkehrsaufkommens durchbrochen werden.


16 Leugen von Zülpich bis Köln


Römischer Meilenstein am Münstertor. Er wurde gefunden  im Jahre 1965 in Hoven. Das Original des Steines befindet sich heute in dem Römischen Museum, Zülpich, Mühlenberg.  Foto: Archiv JCD

An diesem Meilenstein - richtig Leugenstein - konnte man damals die Entfernung von Tolbiacum  nach  Colonia Agrippinensis  ablesen, die in römischer Zeit mit 16 Leugen berechnet wurde.

Eine Leuge entspricht 2,2 Kilometer - eine Maßangabe, die sich mit der heutigen Entfernung "Zülpich-Köln"  mit ca. 35 km deckt.



Das Rathaus in Zülpich -

Anfangs am Käsmarkt.

Rathausturm mit Resten des alten Rathauses.


Das erste Zülpicher Rathaus stand am Käsmarkt dort, wo die Schmiedgasse auf den Käsmarkt einmündet. Dieser Bau wurde 1604 bei einem Stadtbrand zum großen Teil zerstört. Das neue Rathaus entstand bald darauf in der Schumacherstraße. Erst 1686 wurde dann der Rathausturm gebaut und 1688 vollendet.

Schon 1693 fiel auch dieses Rathaus einem erneuten Stadtbrand zum Opfer. Der dritte Rathausbau wurde 1722 begonnen und 1725 fertiggestellt. Den Rathausturm errichtete der Zimmermann Matthias Wollseiffen im Jahre 1725. Das mittelalterliche Rathaus wurde bis auf den Rathausturm im Zweiten Weltkrieg zerstört.


 Rathausturm mit Rathaus in Vorkriegszeiten.


Die Grundsteinlegung zum neuen Gebäude fand im Jahre 1950 statt, jedoch nicht an der alten Stelle, sondern links neben dem Postgebäude. Die Einweihung des Gebäudes fand am 3.10.1951 statt. 1982 wurde dann der Neubau an das bestehende Gebäude angeschlossen (unten).

        

(Vergl. H.v.d.Broeck " 2000 Jahre Zülpich,1968, S.190 und mit freundlicher Genehmigung Norbert van de Broeck, Bad Münstereifel, 3.11.2021).



Rathaus heute (Foto: Justiz-Club Düren)


Rathausneubau - Foto: Justiz-Club Düren



Aus der älteren Geschichte des Rathauses


Wie es vor dem Rathaus und am Marktplatz um die Jahrhundertwende aussah, zeigt uns ein Gemälde des Zülpicher Heimatmalers Kaspar Pütz ( 1920-1997).


        Der Kölner Hof, Post und Rathausturm mit Rathaus.

(Foto mit freundlicher Genehmigung Manfred Pütz, Zülpich).

Zum Vergleich: Standort des  Rathauses  der Gegenwart 



Nur der Rathausturm hielt Stand - 

Rathaus unwiederbringlich zerstört.

Zerstörungen nach dem Bombenangriff vom 24.12.1944 in der Schumacherstraße/Rathaus,

 

Gerichtsverhandlung im Zülpicher Rathaus 


Im Erdgeschoss des ursprünglichen Gebäudes befand sich der Ratssaal, in dem auch die Sitzungstage des Euskirchener Amtsgerichts abgehalten wurden. In der ersten Etage hatte die Verwaltung ihre Arbeitszimmer. Der Bürgermeister hatte sein Büro im Rathausturm.

Heute dienen der Turm und seine Räume als Restaurant. Eine Renovierung des Turms fand 2022 statt.

(Quelle: GVZ, Zülpich)


Die neue Kirche St. Peter auf
dem Mühlenberg


Die Kirche wurde in 2012 und 2013 vollständig saniert und renoviert. Unter anderem wurde auch die imposante Orgel reorganisiert. Seit dem 30.03.14 erstrahlt die Kirche in neuem Glanz.

Foto: JCD


Die Grundsteinlegung 1953

 

848 wird das Zülpicher Gotteshaus  St. Peter erstmals urkundlich erwähnt. Mit den  Jahren wurde sie mehrfach  umgestaltet bzw.  erweitert. Am 24.12.1944 wurde sie durch  den alliierten Bombenangriff  vollständig zerstört.

Die Kirche St. Peter - von der Nordseite aus fotografiert - vor dem Krieg.

Chorbereich der alten Pfarrkirche St. Peter, etwa um das Jahr 1937. Rechts und links sind die übergroßen Figuren des "Petrus und des Bonifatius" zu sehen. Petrus (links)  mit Himmelsschlüssel und Bonifatius mit Mitra und Ornat (rechts).


(2 Fotos oben: Aus der Sammlung Hubert Gatzweiler, Zülpich, mit freund-licher Genehmigung v.Herrn Gatzweiler jun.)


Zerstörte Kirche nach dem Bombardement am 24.12.1944

( Foto: Sammlung Franz-Josef Schulte, Zülpich)


Grundsteinlegung 1953


Der Grundstein zur neuen Peterskirche wurde am 13. September 1953 um die Reste der alten Krypta  herum gelegt, die Kirchweihe erfolgte 1957 nach dem Bau des freistehenden Turmes, der leicht gedreht nordöstlich des Hauptgebäudes angeordnet ist.

Oberstudiendirektor Dr. Geiser verlas die Urkunde zur Grundsteinlegung am 13.9.1953


Oberpfarrer K.v. Lutzenberger

"In der Nähe der Pfalz Karls des Großen zu Zülpich entstand schon um 800 n. Chr. ein verehrungswürdiges Heiligtum des seligen Apostels Petrus, das in unruhigen Zeiten mehrfach durch Krieg und Feuersbrunst zerstört und wieder erstellt wurde. Letztmalig wurde es am Heiligen Abend 1944 vollständig vernichtet, als Oberpfarrer Karl von Lutzenberger unter den Trümmern den Tod fand. An der gleichen geheiligten Stelle wollten die christlichen Bürger der alten Stadt Zülpich eine neue Kirche zum größeren Ruhme des allmächtigen Gottes,  zu Ehren der allerheiligsten Jungfrau Maria, des heiligen Josef und des heiligen Apostels Petrus erbauen. Im festen Glauben und in der Hoffnung auf die Hilfe des Allerhöchsten beginnen sie den Wiederaufbau; sie vertrauen dabei der Fürbitte ihres Pfarrpatrons und aller Heiligen ihr ganzes Leben hindurch bis  zum Tode.

 

Der Grundstein wurde gelegt am Tage der 2000 Jahr-Feier ihrer Vaterstadt, am 13. September 1953, im 14. Jahre des Pontifikats unseres Heiligen Vaters, Pius XII. (Foto), als Josef Kardinal Frings Erzbischof von Köln, Theodor Heuß Präsident der Deutschen Bundesrepublik, Dr. Konrad Adenauer Bundeskanzler, Karl Arnold der Ministerpräsident, Wilhelm Warsch Regierungspräsident von Köln, Josef Pfeiffer der Bürgermeister von Zülpich und Dechant Damian Dederich Oberpfarrer von St. Peter war. Dies zum Zeugnis wurde diese Urkunde im Namen aller katholischen Bewohner Zülpichs unterschrieben und in den Grundstein eingelassen.


Geschehen zu Zülpich am 13. September 1953"


(Quelle: Stadt Zülpich, Kölnische Rundschau vom 17.09.1953, Liebertz -Ordner  ZGV in der Landesburg in Zülpich)

Steine der alten Peterskirche, eingelassen in das neue Gebäude. Eine Inschrift gedenkt den vielen Toten, die bei dem verheerenden Bombenangriff der Alliierten in der  Heiligen Nacht des Jahres 1944 ums Leben kamen.

 Steine aus  dem romanischen Bau der alten Kirche -  eingelassen in den Neubau  von 1954-1955

Tafel an der Südseite der Kirche

 

Oberpfarrer Karl von Lutzenberger

Der am 8. Februar 1875 in Seehaus bei Bamberg geborene Karl  von Lutzenberger war in Zülpich sehr beliebt. Daher war die Bestürzung über den Tod des Zülpicher Oberpfarrers beim Bombenangriff am 24. Dezember 1944 unermesslich. Der Beliebtheitsgrad erstreckte sich weit über die Region  hinaus .


Geburtsschein des Preußischen Standesamtes in Zülpich, Kreis Euskirchen,  vom 18. August 1932 - unterschrieben von Oberpfarrer Karl von Lutzenberger (Archiv Justiz-Club Düren).

Geschnitzte Altäre und Krypta -

und der Kaiser zu Besuch.


Flandrischer Schnitzaltar in der Peterskirche. Foto: Justiz-Club Düren



Flandrischer Schnitzaltar, 1500

Besonders sehenswert im neuen Kirchengebäude sind die  geschnitzten Antwerpener Schreinaltäre und die neugotischen Beichstühle.








 Quirinusplatz mit Brunnen

Foto: Stadtarchiv Zülpich


Als das alte Römerbad entdeckt wurde, gab es den Brunnen bereits seit 800 Jahren. Der Brunnen war über Jahrhunderte hinweg der Mittelpunkt des Quirinusfestes. 

Von diesem Fest sind in der Neuzeit nur noch die alljährliche Kirmes und eine moderne Version der Pferdesegnung übrig geblieben. Kaum jemand weiß mehr, dass das Quirinusfest – gefeiert am 30. April – einmal eines der größten Volksfeste in Zülpich war.

Es existieren heute noch Fotos aus den späten 1920er Jahren, die diese seltene Erinnerung untermalen. Aus dem Brunnen – so war der Brauch – wurden Fläschchen des „heiligen Wassers“ gefüllt und u.a zur Linderung von Augenleiden (vergleichbar mit dem Alderikusbrunnen in Füssenich) verwendet. Selbstverständlich wurden auch die Tiere – vornehmlich die Pferde – zum Brunnen geführt.

Aus noch älteren Quellen ist überliefert, dass die Leute Hühner, Tauben, Eier, Flachs, Korn und andere Feldfrüchte als Opfer für den hl. Quirinus mitbrachten. Prozessionen, die zu Ehren des Schutzpatrons, des Heiligen Quirinus, stattfanden, sind in alten Urkunden und Überlieferungen gut bezeugt. Die Quirinuskirmes, die heute noch im Frühjahr in Zülpichs Innenstadt ausgerichtet wird, wurde um 1600 noch als „neuer Markttag Sancti Quirini“ bezeichnet. Zunächst wird das wohl ein Krammarkt gewesen sein – essen musste man schließlich auch etwas und da haben sich wohl bald auch Spielleute, Gaukler und Spaßmacher eingefunden. Daraus entwickelte sich dann ein Jahrmarkt. Am 09. August 2008 wurde der Brunnen – fertig restauriert – feierlich eingeweiht.

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Foto: Die wertvolle Zülpicher Quirinus-Figur aus dem 15.Jahrhundert in der alten Peterskirche, Zülpich ( Foto: Sammlung Hans-Alderich Billig, Zülpich.

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Quelle: Vergl. Ingeborg Vianden, Zülpicher Geschichtsverein. Zülpich vor 60 Jahren.

Foto: Sammlung Justiz-Club Düren.

 


Die Krypta


Triptychon - Eigenes Werk Crypt in Zylpich, Rineland, Germany CC BY-SA 4.0File:St. Peter Zülpich Krypta.jpgErstellt: 14. September 2019


Die  romanische Krypta aus der Stauferzeit,  die  Kaiser Wilhelm II. bei einem Besuch in der Stadt im Jahre 1911 besichtigte, wurde von 1880 bis 1904 und 1935 -1937 umfassend restauriert. 1953 wurde das Gewölbe der Chorkypta erneuert. Die Krypta ist das älteste Stück Kirche Zülpichs. In ihr befinden sich zwei Tafeln, die auf die Taufe Chlodwigs hinweisen.


Kaiserbesuch 1911 - Foto: Stadtarchiv Zülpich


1911 stattete der Deutsche Kaiser, Wilhelm II. der Stadt Zülpich einen kurzen Besuch ab. Am Kölntor waren Tribünen errichtet und auf den Türmen der Stadt waren Fanfarenbläser damit beschäftigt, das Ankommen des "Imperators" anzukündigen. Währenddessen fuhr der Tross mit "Seiner Majestät" mit zahlreichem Gefolge zur Kirche

(oben).


In der Krypta kam es dann zum Eklat: Dem Deutschen Kaiser (links) wurden die hier seit 1811 aufbewahrten französischen Steintafeln aus Marmor mit goldener Aufschrift aus der ehemaligen Franzosenzeit gezeigt, die den fränkischen Sieg Chlodwigs über die „Germanen“ feiern. „Ein Sieg über die Germanen“, das kann Seine Majestät nicht verdauen. Beleidigt verließ der Imperator die Kirche.




Die beiden Tafeln in der Krypta, Fotos: Archiv Justiz-Club 

Zum Vergrößern bitte Bild anklicken


Zülpich bekam noch eine weitere Tafel (aus Berlin) in gleicher Größe geschenkt. Mit großer goldener Schrift wurde hier an den Kaiser-Besuch am 19.10.1911 in Zülpich erinnert.


Übrigens: Auf Veranlassung Kaiser Napoleons I. ließ das Institut de France im Jahre 1811 zwei Marmortafeln am Hauptstadttor und in der Krypta der Peterskirche anbringen. Später brachte man auch die 2. Tafel in die Krypta.

Quelle: Heribert van der Broeck, 2000 Jahre Zülpich, S.59



Am 18.September 1877 besuchte Kaiser Wilhelm I. bereits Zülpich anlässlich eines Manövers zwischen Brühl und Derkum. Vom Bahnhof in Zülpich aus , wo er von den Spitzen der Stadt empfangen wurde,  fuhr der Kaiser wieder nach Brühl zurück.



Kaiser Wilhelm I.

Quelle. Hallesches Tageblatt v. 15.9.1877 S.2

 



Die Propstei neben der Kirche


 

Foto: JCD

Gedenken an Oberpfarrer Karl von Lutzenberger an der Haus-wand.















Die Martinskirche -

Insgesamt dreimal ausgebrannt.


Im Dreißigjährigen Krieg brannte die Kirche zum ersten Mal nieder. Am 28. Februar 1647 brannte das nur notdürftig wiederhergestellte Gotteshaus ein zweites Mal aus. Und am 23.04.1952 brannte die Kirche zum letzten Mal nieder.


 

Die alte Martinskirche, deren Ursprung vielleicht in die Zeit der Karolinger zurückgeht, hat früher in der Gegend des jetzigen Friedhofs gestanden, und zwar in Mersburden. Nachdem Erzbischof Sigfried von Westerburg um 1279 einen Mauerring um Zülpich anlegen ließ, wurde die alte Kirche  abgerissen und an der Stelle, wo sie jetzt steht, 1285 neu aufgebaut.

( Quelle: H.v.der Broeck " 2000 Jahre Zülpich" S. 89)

 

Heute Begegnungsstätte für die Bevölkerung.


Die Martinskirche diente den Franzosen um 1800 als Wohn- und Lagerhaus. Der Rat der Stadt Zülpich beschloss 1988 den Ausbau der Kirchenruine zu einer neuen Begegnungsstätte (Foto).



Die Räumlichkeiten der Begegnungsstätte , die mit dem 31.12.1997 fertiggestellt waren,  können als Konzert-, Theater- und Vortragsraum bis 100 Personen, als Ausstellungs- und Gesellschaftsraum für größere Betriebs- und Vereinsfeiern sowie Familienfest aller Art bis 80 Personen genutzt werden.

Heutige Reste der Martinskirche.


Fotos: Archiv JCD

 

Die Gasthauskapelle



Die Gasthauskapelle wurde 1454 aus Buntsandstein erbaut. Sie wurde an das 1350 erstmalig erwähnte erste Zülpicher Hospital für Arme, Krüppel und Blinde angebaut.



Die dreijochige und 15 Meter lange Kapelle ist der Heiligsten Dreifaltigkeit, der Muttergottes, dem hl. Georg (links), der heiligen. Agatha, der heiligen Magdalena und der heiligen Barbara geweiht. 

Zur Ausstattung gehört ein geschnitzter Altar mit Marienstatue, der laut Inschrift 1425 errichtet wurde. 

Zur Ausstattung gehören weiter eine kleine Pieta aus dem 15. Jhd., eine Matthias-Figur sowie Steinreliefs der hl. Barbara und des hl. Antonius.




1882 wurde das ehemalige Gasthaus wieder von der Kirche erworben und nach dem 2. Weltkrieg vorerst als Gotteshaus eingesetzt.                 


(Quelle: Erzbistum Köln: http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/seelsorgebereich_zuelpich-V8/gemeinsam_glauben_leben/gemeinden/Zuelpich/zuletztz aufgerufen am 8.10.2017----------Fotos: Archiv JCD

Die Rochuskapelle

Die Rochuskapelle in Zülpich ehrt den Heiligen Rochus von Montpellier, den Schutzpatron der Pestkranken.




Sie wurde 1670 durch den Magistrat der Stadt Zülpich errichtet, nachdem von 1666 bis 1669 in Zülpich 350 Menschen an der Pest gestorben waren. Foto: Archiv JCD



Der heilige Rochus  zeigt sein Pestgeschwür.



 

Das Kriegerdenkmal 1870/71

auf dem Marktplatz

 

Foto: Justiz-Club Düren


Seit dem späten Mittelalter ist der städtische Markt historisch bezeugt.

Das im August 1913 errichtete und sechs Meter hohe Denkmal wurde nicht in Erinnerung an den Frankenkönig Chlodwig erbaut. Die Reckenfigur auf dem Sockel  soll vielmehr an die Gefallenen des Krieges von 1870/71 gemahnen. 

 

2014 restauriert: Der alte Brunnen auf der Marktplatz.

Foto: JCD



Das Ehrenmal am Wallgraben

zwischen Bach- und Kölntor


Grundsteinlegung 1928


Der Weltkrieg 1914/18 rief auch viele Zülpicher Soldaten unter die Fahnen. Voll Begeisterung zogen sie aus, um Herd und Heimat zu verteidigen. 70 Söhne der Stadt haben in diesem Krieg ihr Leben auf dem Altar des Vaterlandes geopfert.

Zum Zeichen der Dankbarkeit hatte die Stadt Zülpich 1928 ihren Heldensöhnen auf dem Hindenburggraben, ein Denkmal errichtet, auf dem die Namen der Gefallenen verzeichnet sind.

Ab 1937  - in Zeiten des Nationalsozialismus -  fand die Ehrung für die Gefallenen des 1. Weltkrieges auch unter militärischer Beteiligung statt 

( Foto unten)

(Quelle: GVZ, Liebertz-Ordner) Zülpich


Heute wird unter der Beteiligung vieler Bürger/innen und der Stadtverwaltung, Vertreter aus der Politik, aus Kirchen, Vereinen und Bundeswehr allen Gefallenen und Opfern beider Weltkriege gedacht.


Während die Gefallenen-Ehrung heute am Volkstrauertag im November stattfindet, fand sie früher am zweiten Sonntag im März  (Heldengedenktag) statt.

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Fotos: Sammlung Zülpicher Geschichtsverein



Die Grundsteinlegung für das Kriegerdenkmal 

am Wallgraben fand am 28.11.1928 statt.


Quelle: GVZ, Liebertz-Ordner, Zülpich

 

Oben: Grundsteinlegung für das Kriegerdenkmal im Wallgraben im November 1928.

Im Vordergrund, mit dem Hammer in der Hand, Beigeordneter Peter Kammerscheid, links daneben Tierarzt Tönnes und rechts daneben Stadtverordneter Fritz Klauke.

Das Denkmal heute - Foto: Justiz-Club Düren.


Friedhofskapelle

an der Römerallee, Zülpich


Neoromanische, einschifige Backsteinkapelle,

Ende des 19. Jahrhunderts erbaut.

Friedhofskapelle, Römerallee, Zülpich

Fotos: Justiz-Club Düren


Oben: Der Innenraum der Friedhofskapelle

Foto: Justz-Club Düren


Marien-Kapelle "Am Bildchen"


Die Marienkapelle wurde um 1810 in einen Turm der Stadtbefestigung eingebaut. Ein Handwerker aus Zülpich soll die Kapelle in den Turm der Stadtmauer eingepasst haben. Sie dient seit dieser Zeit der stillen Andacht.



Den Backsteinbau krönt eine aus Holz bestehende Halblaterne mit Zeltdach, auf der eine blecherne Marienfigur thront (rechts). Die vier Säulen des in weiß gefassten Holz-Altares umrahmen das Gnadenbild der Pieta.

 

 



 



Vorderansicht der Kapelle "Am Bildchen"


Rückansicht der Kapelle


Innenraum der Kapelle mit Altar ( Fotos: Justiz-Club Düren)




Vinzenz-Kapelle im Geriatrischen Zentrum Zülpich, Kölnstraße

                                                         Vinzenz von Paul


                        Simon François de Tours (1606-1671)



1890 erhielt das Krankenhaus durch eine

Stiftung eine Kapelle.

Tafel an der Kapelle in der Kölnstraße



Dort, wo heute das Geriatrische Zentrum liegt, befand sich bis zum Beginn der französischen Besatzung im Jahre 1802 ein Kapuzinerkloster, das 1638 erbaut wurde.

1883 übernahmen die Schwestern vom hl. Vinzenz das Kloster und nutzten es seit 1888 als Krankenhaus der Stadt Zülpich.Es war eine Stiftung des 1883 verstorbenen Gutsbesitzer Karl Brabender. 1890 erhielt das Krankenhaus eine Kapelle - die Vinzenzkapelle ( Fotos unten)


Foto oben: Justiz-Club Düren



Das Krankenhaus in den 1960er Jahren.


Bauliche Erweiterungen wurden in der Zeit von 1914 bis 1915 sowie von 1939-1945 durchgeführt. Das Haus wurde bis 1966 von den Vinzentineriennen  betreut, ab 1966 von weltlichen Schwestern.

Heute bezeichnet man  das Krankenhaus als Geriatrisches Zentrum Zülpich.

Das Krankenhaus heute - Foto: JCD


Textquelle: Erzbistum Köln

Fotos: JCD, Norbert van der Broeck.


Der ehemalige jüdische Friedhof

"An der Karlsruhe"

am Weiertor


Schon weit vor 1604 existierte

in Zülpich ein jüdischer Friedhof

am Münstertor


Jüdischer Friedhof " An der Karlsruhe" vor dem Weiertor - Aquarell von Kaspar Pütz, Foto mit freundlicher Genehmigung durch Manfred Pütz.



Ein  weit vor dem Jahr  1604 belegter Friedhof lag offenbar an anderer Stelle vor der Stadt:

Bürgermeister, die Schöffen und der Rat hatten 1604 ein ungerodetes Gelände in Zülpich  -  "genannt  "die Gracht" - am Münstertor  an den Juden Joseph für 2 Taler auf Lebenszeit verpachtet.

Da die Friedhofsfläche mit Dornenhecken und Unkraut durchwachsen war, musste das Gelände erst gerodet werden, bevor es als Friedhof genutzt werden konnte.[1]


Foto: ZGV/Liebertz-Ordner Zülpich


Später lag der Friedhof im Westen der Stadt in der Nähe des  Weiertors. Ende der 1950er Jahre wurden die letzten 225 Gräber auf den Friedhof in Köln-Ehrenfeld umgebettet, weil die Fläche dem Braunkohlenabbau vor den Toren Zülpichs weichen musste.

Von den jüdischen Friedhöfen in Zülpich ist heute nichts mehr übrig.


[1] Vergl. Peter Hützen, Rheinland-Verlag, Abtei Brauweiler, Publikationsstelle Landschaftsverband Rheinland, ISBN 3.7927.0633-4, Seiten 56/57

 

Am 05.02.1958 erfolgte die Umbettung von 225 Gräbern vom ehemaligen jüdischen Friedhof "An der Karlsruhe"  in Zülpich nach Köln-Ehrenfeld. Dort wurden auch 45 Grabsteine aufgestellt. 

 

Quelle: Verwaltung der Jüdischen Friedhöfe der Synagogen-Gemeinden, Köln.

https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-13011-20110706-5, zuletzt aufgerufen am 19.9.2017.



Die Synagoge in Zülpich -

Heute nur noch als Gedenktafel

 

Synagoge in Zülpich um 1850

Das Zülpicher Synagoge in der Normannengasse ( Foto: Sammlung H.Alderich Billig)

            

Das Gotteshaus ist seit 1602 bezeugt,

1938 an die Stadt zwangsverkauft.

10. November 1938 richtiges Datum.


Die alte Synagoge in der Nähe der Marienkirche hinter dem Markt wurde 1848 durch einen neue Synagoge - einen massiven Backsteinbau - in der Normannengasse ersetzt.

 

Der Innenraum verfügte über 70 Männer- und etwa 40 Frauenplätze. Das Haus wurde am 11. August 1848 eingeweiht. Um 1902 umfasste die jüdische Gemeinde Zülpich die Bürgermeistereien Zülpich, Sinzenich, Enzen, Nemmenich und Kommern (bis 1932). Um 1880 umfasste die Gemeinde 113 Mitglieder, 1932 waren es 100.
(Quelle: Reuter 2007)



Normannengasse

1938 wude das Gebäude an die Stadt zwangsverkauft und

dennoch am frühen Abend des 10. November 1938 in Brand gesetzt. Noch im gleichen Jahr wurde das Gebäude dann abgerissen. Heute ist vor Ort keinerlei Bausubstanz mehr vorhanden. Nur zwei Gedenktafeln erinnern an das Haus Gottes in der Normannengasse (unten).  Auf der Tafel ist noch das unkorrekte Datum hinslichtlich des Brandanschlages  (08.11.1838)  eingearbeitet. (Vergl. Hans-Gerd Dick, 2015; Stadt Zülpich))



Gedenktafeln in der Normannengasse - Foto: Justiz-Club Düren


Nach dem Abriss der Gebäudes 1938 und nach dem Übergang in das Eigentum der damaligen NS-Regierung wurde das Grundstück nicht wieder bebaut. Es wechselte bis heute mehrfach den Eigentümer. Eigentümer bis in die 1950er Jahre war die Jewish Trust Corporation


(Vergl.: Franz-Josef Knöchel LVR KuLaDig.2012,unter Ergänzung durch H.G.Dick, Stadt Zülpich, 2015)



70 Jahre evangelische

Gemeinde in Zülpich 1951-2021


Festrede des Pfarrers Ulrich Zumbusch am 2. Advent 2021



Zülpich, 2. Advent 2021


Liebe Gemeinde,


„O Heiland, reiß die Himmel auf“ – ein Ruf, dass der Himmel sich doch ein Stück öffnen möge.

Es könnte der Hilferuf dieser Flüchtlingsfamilie sein, die hier als Holzskulptur in unserer Kirche steht. Eng stehen sie aneinandergedrückt. Die Kinder klammern sich an den Vater. Der Vater hält schützend seine Hand vor das älteste Kind. Hinter ihm hält die Mutter ein Kleinkind auf dem Arm. Der Blick aller ist erwartungsvoll nach oben gerichtet.


Ein Bild aus der Geschichte unserer Gemeinde. Sie entsteht nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aus geflüchteten Menschen – zugleich ist es ein sehr aktuelles Bild, wie wir es in den unzähligen Flüchtlingscamps der Welt auch heute sehen.

„O Heiland, reiß die Himmel auf“ – ein Ruf, dass der Himmel sich doch ein Stück öffnet. Das  die Sehnsucht nach Geborgenheit, nach Zukunft, nach Leben Erfüllung findet.

Aus dem Mund dieser Familie könnten auch die sehnsuchtsvollen Worte des Propheten Jesaja stammen, die uns heute als Predigttext gegeben sind. Sie können sie auf dem Liedzettel mitlesen:

Schau doch vom Himmel herab, wo du in Heiligkeit und Pracht wohnst!

Wo sind deine brennende Liebe und deine Macht?


Dein großes Mitgefühl und deine Barmherzigkeit –wir merken nichts davon. Du bist doch unser Vater! Abraham weiß nichts von uns und Israel kennt uns nicht. Du, Herr, bist unser Vater, »unser Befreier« – das ist von jeher dein Name.

Warum lässt du uns in die Irre gehen, sodass wir deinen Weg verlassen, Herr? Warum machst du unser Herz so hart, dass wir keine Ehrfurcht mehr vor dir haben? Wende dich uns wieder zu! Wir sind doch deine Knechte, wir sind die Stämme, die für immer dir gehören.


Für kurze Zeit wurde dein heiliges Volk vertrieben, unsere Feinde traten dein Heiligtum mit Füßen. Es geht uns, als wärst du nie unser Herrscher gewesen. Es ist, als wären wir nicht nach deinem Namen benannt.

Reiß doch den Himmel auf und komm herab, sodass die Berge vor dir beben!

„Reiß doch den Himmel auf“ – diesen letzten Vers hat der Kölner Jesuit Friedrich Spee vor 400 Jahren als Lied aufgenommen und umgedichtet zu:

„O Heiland, reiß die Himmel auf!“


Die ganze Sehnsucht nach einem Eingreifen Gottes in eine oft so zerrissene Welt liegt in diesem Lied und auch in den Worten des Propheten Jesaja.

Wie diese Flüchtlingsfamilie, mit derselben Sehnsucht, so kamen sie oft an, damals nach dem Zweiten Weltkrieg; die Menschen, die aus ihrer Heimat in den östlichen Teilen Deutschlands vertrieben wurden. In den Jahren von 1945 bis zum Bau unserer Kirche 1951, also vor 70 Jahren, wuchs die Zahl der Evangelischen in Zülpich schlagartig von ca. 40 auf 1500 an. Zülpich, ein großes evangelisches Flüchtlingslager.

Entwurzelt, entkräftet kamen sie hier an, oft nach wochen- oder monatelanger Odyssee. Viele hatten – wie wir es heute nennen – traumatische Erlebnisse, hatten Angehörige auf der Flucht verloren. Manche kamen zu Fuß über mehrere hundert Kilometer. Eine Familie bewahrt noch den Wanderstab auf, auf den sich der Großvater auf der Flucht zu Fuß gestützt hatte. Als Symbol hat der Wanderstab Eingang in das Siegel unserer Gemeinde gefunden. Und man sieht ihn auch hinten unten im großen Kirchenfenster.


Schau doch vom Himmel herab, wo du in Heiligkeit und Pracht wohnst!

Wo sind deine brennende Liebe und deine Macht?

Dein großes Mitgefühl und deine Barmherzigkeit –wir merken nichts davon.

Diese Klage Jesajas war damals sicher vielen aus dem Herzen gesprochen.

Und auch die anderen Worte Jesajas gehörten wohl dazu:

Warum lässt du uns in die Irre gehen, sodass wir deinen Weg verlassen, Herr? Warum machst du unser Herz so hart, dass wir keine Ehrfurcht mehr vor dir haben?


Warum lässt du uns in die Irre gehen – das erinnert an die Worte des sogenannten „Darmstädter Wortes“ von 1947. Hierin bekannte sich die Evangelische Kirche im Jahr 1947 deutlich zu ihrer Mitschuld am Entstehen des Nationalsozialismus.

Warum lässt du uns in die Irre gehen – klagt Jesaja. Und das Darmstädter Wort beginnt alle seine Thesen mit den Worten: „Wir gingen in die Irre…“


„Wir sind in die Irre gegangen, als wir begannen, den Traum einer besonderen deutschen Sendung zu träumen, als ob am deutschen Wesen die Welt genesen könne.“

All dies mündet bei Jesaja in den Worten: „Reiß doch den Himmel auf und komm herab, sodass die Berge vor dir beben.“ „O Heiland, reiß die Himmel auf!“

Unsere Flüchtlingsfamilie blickt nach oben zum Himmel und bringt diese Sehnsucht nach einem Neuanfang, nach Geborgenheit, vielleicht auch die Bitte um Vergebung vor Gott. Bis heute ist das die Sehnsucht von uns Christen angesichts von Leid und Elend in der Welt; auch angesichts unserer eigenen weltweiten Verstrickung darin.



Bis 1951, also vor 70 Jahren, die Christuskirche gebaut wird, kämpfen die Menschen noch um das Allernötigste. Familien wohnen mit vielen Personen in einem einzigen Zimmer, im Winter gibt es kaum Brennmaterial für die Heizung – Menschen, deren Heizung nach dem Hochwasser jetzt immer noch nicht läuft werden das besser als wir nachempfinden können. Menschen hungern noch, selbst das allernötigste fehlt. Und nicht alle Geflüchteten sind willkommen. Ein „wir schaffen das“ ist damals so umstritten wie heute.

Obwohl viele erst einmal das Überleben sichern müssen, machen sie sich trotzdem daran, einen Ort zu schaffen, an dem auch der Glaube wieder einen Ort und damit auch Orientierung finden kann.


Pfarrer Christian Wegener, 1949 aus Essen nach Zülpich versetzt, kümmert sich unermüdlich darum, dass seine Flüchtlingsgemeinde einen eigenen Ort zur Versammlung bekommt. Er schreibt Spendenbitten bis nach Sydney, Australien, an den High Commissioner for Germany der Alliierten, an alle möglichen Ministerien und Stellen, von denen etwas zu erhoffen ist. Einige dieser Schreiben können Sie gleich im Gemeindesaal ausgestellt sehen.


Die Gemeinde gründet zwei Kirchbauvereine, einen für eine Kirche, einen für ein Gemeindehaus in Wichterich.

Zuerst wird die Zuweisung einer Notkirche beantragt, die der Architekt Otto Bartning in Modulbauweise entworfen hat. Vielleicht haben einige von Ihnen die Ausstellung über Bartning im Freilichtmuseum Kommern besucht, die im Oktober zu Ende ging. Eine solche Notkirche ist dort dauerhaft zu sehen und einen Besuch wert.

Bald schon hat man in Zülpich weitergehende Pläne: Statt einer Notkirche fasst man doch ein kleines Gemeindezentrum mit Kirche, Jugendraum und Pfarrhaus ins Auge – so wie es dann 1951 entsteht. Der Jugendraum – das ist unser heutiges Gemeindebüro und das Pfarrbüro – damals noch ein großer durchgehender Raum.

Kirche im Rohbau 1951, Foto; Sammlung evangelische Kirchengemeinde Zülpich.



1951 steht sie dann tatsächlich – die „kleine Kirche am Frankengraben“, wie sie auch genannt wurde. Viele Gemeindeglieder haben selber Hand mit angelegt. Drei Jahre wird sie noch unverputzt bleiben – das Geld fehlt für die endgültige Fertigstellung. Aber der Anfang ist gemacht.


Am zweiten Advent – also genau heute vor 70 Jahren - trifft sich die Gemeinde im Kloster Marienborn. Hier hatte sie vorübergehend Aufnahme gefunden und ihre Gottesdienste im Theatersaal gehalten. Mit einer feierlichen Prozession zieht man von Marienborn zur neuen Kirche und nach der Schlüsselübergabe hält die Gemeinde mit dem Adventslied „Macht hoch die Tür“ Einzug durch die neue Tür – dort, wo heute unser Kirchenfenster ist.


Vielleicht verliest der rheinische Präses Joachim Held, der die Kirche einweiht, auch den brüderlichen Gruß des katholischen Pfarrers Wilhelm Kremers. Der schreibt: „Ich freue mich mit Ihnen und beglückwünsche Sie, dass sie nunmehr ein eigenes Gotteshaus haben… Im evangelischen und im katholischen Gotteshaus wird Christus verkündigt. Und wenn die Gläubigen sich ernstlich bestreben, unseren Herrn zu lieben und in den Mitmenschen seine Brüder und Schwestern zu achten, muss das Verhältnis zwischen beiden christlichen Gemeinden ein gutnachbarliches werden und bleiben. Wir wollen in diesem Sinne beten und wirken.“


Unsere Flüchtlingsfamilie ist auch bei der Einweihung dabei. Sie hört dankbar diese Worte des katholischen Pfarrers. Nehmen wir an, es erging ihnen glücklicherweise so wie einer Familie in Rövenich, die trotz acht (!) Kindern von einer einheimischen katholischen Familie freundlich aufgenommen und untergebracht wurde.


Unsere Flüchtlingsfamilie hört auch die Lesung und den Wochenspruch zum zweiten Advent: „Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!“

Und obwohl Sie sich so verlassene fühlt wie Jesaja in seinen alten Worten („deine Barmherzigkeit –wir merken nichts davon“): Sie lässt sich diese adventliche Hoffnung zusprechen: „Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!“ Sie beginnt zu ahnen, dass alles neu und gut werden kann; dass Gott sie nicht vergessen hat. Und sie ist froh, dass sie diese kleine Kirche hat, in der sie mit vielen anderen immer neu Hoffnung und Kraft tanken kann.


Auch unsere Flüchtlingsfamilie steht am zweiten Advent wenige Wochen vor Weihnachten – wie wir jetzt. Sie wird das Weihnachtsfest zum ersten Mal seit langem wieder in einer eigenen Kirche feiern. Wir vermissen das schon nach einem Jahr ohne Weihnachtsgottesdienste. Sie musste das so viele Jahre vermissen.


Am Heiligen Abend 1951 sitzt sie in der wahrscheinlich noch kaum geheizten Kirche. Sie denkt an die Worte Jesajas „Reiß doch den Himmel auf und komm herab“. Und sie hört noch einmal ganz neu die Weihnachtsgeschichte vom Kind im einfachen Stall; vom Kind, das auch bald schon zum Flüchtenden vor dem König Herodes wird. Von dem Kind, vor dessen Worten und Taten später – als Mann – die Menschen staunend stehen und spüren: Der Himmel ist tatsächlich aufgerissen und Gott ist zu uns herabgekommen. Und ihn, Jesus, den Christus, den Messias Gottes, spüren sie selbst in ihrer Mitte.


Seit 70 Jahren dürfen wir uns das in diesem Raum zusprechen lassen. Seit 70 Jahren ihn, Jesus Christus, mit in unser Leben nehmen, weil uns der Himmel offensteht. Seit 70 Jahren uns hier stärken lassen, für die Menschen da zu sein, die wie die Flüchtlingsfamilie durch uns Gottes Zuwendung erfahren.

„Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!“


In dieser Zuversicht gehen wir auch durch diese schwierigen Wochen und Monate. In dieser Zuversicht dürfen wir hoffentlich noch viele Jahre als Gemeinde Jesu in dieser Kirche leben, feiern, singen und beten. Amen.



Christuskirche in Zülpich, 1950er Jahre (Foto: Evangelische Gemeinde Zülpich)

 

Am 15. April 1951 wurde der Grundstein für eine eigene Kirche in Zülpich gelegt, die am 09. Dezember d.J. eingeweiht wurde. Am 01. April wurde Zülpich aus der Gemeinde Euskirchen ausgepfarrt und selbständige Pfarrstelle mit insgesamt 29 Dörfern.

 

Foto:Evangelische Gemeinde Zülpich

Foto oben: Grundsteinlegung am 15.4.1951 durch Superintendent Pfarrer Weisser.




Die ersten Konfirmanten am 5.4.1952. Foto: Evangelische Gemeinde Zülpich.



Die Kirche verfügt  seit 1957 über eine Orgel der Firma Schuke aus Berlin. 1958 wurde dann ein separates Jugendheim errichtet. 1975 wurde an die Kirche ein Gemeindezentrum angefügt.

Foto: Justiz-Club Düren


Seit 1988 trägt die evangelische Pfarrkirche den Namen " Christuskirche".


 

       (Fotos mit freundlicher Überlassung durch Pfarrer Ulrich Zumbusch,  Dez. 2021)


 

Weiteres aus der Geschichte der Stadt.


Haus Spitz



„Das Haus Spitz ist ein in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbautes, repräsentatives Landhaus mit großem Landschaftspark in Zülpich Das Gebäude wurde zunächst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vergrößert, im Jahr 1905 fand eine zweite Erweiterung statt. Haus Spitz wurde unter der Nummer 346 in die Denkmalliste der Stadt Zülpich eingetragen.


Haus Spitz war das Wohnhaus des Papierfabrikanten Heinrich Xaver Sieger. In der nahe dem Gebäude gelegenen Burg Zülpich betrieb Familie Sieger im Jahre 1847 eine Kornbrennerei. Erwähnenswert ist der originale Innenausbau von 1905 mit Foyer, Treppenhaus und Türen sowie Teile der Ausstattung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der ausgedehnte Landschaftsgarten enthält Reste baulicher Gestaltung“.



Foto: Hans Biermann - CC BY-SA 3.0 de File:Haus Spitz.jpg Erstellt: 22. November 2001Seite „Haus Spitz“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 5. Juni 2021, 06:08 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Haus_Spitz&oldid=212684339 (Abgerufen: 11. Oktober 2021, 16:17 UTC)



Nach langem Verzicht – Wieder Weinanbau in Zülpich.


Schon in der Römerzeit wurde in Zülpich Wein angebaut.

In der Gegend um Zülpich wurde bis Ende des 18. Jahrhunderts auch Wein angebaut. Erst Prior Moureaux, Prior seit 1769, hatte viele Morgen Weinland mit und mit in Ackerland umgewandelt, weil offenbar die klimatischen Verhältnisse in Zülpich und in der Region nicht mehr gegeben waren. Die meisten Weinbauer folgten seinem Beispiel. Die Anbaugebiete in der Zülpicher Börde verschwanden langsam für lange Zeit.

Die größten Anbauflächen waren am Oberlauf des Neffelbaches und zwar zwischen Wollersheim und Zülpich. Bis ca. 1836 wurden in Zülpich noch Weingärten mit 3082 Stöcken angelegt.

Heute wird im Süd-Westen der Stadt unmittelar am Weiertor seit der Landesgartenschau im Jahre 2014 wieder Wein angebaut.

Foto: Archiv Justiz-Club Düren


Seit 1998 – Papiermacherbrunnen

von Olaf Höhnen aus Granit und Bronze.

Schumacherstraße "Op d'r Kinat" in Zülpich.


Der Brunnen zeigt die Zülpicher Papiermacher um 1798. Foto: JCD


Das Deutsche Rote Kreuz in Zülpich 1913.


Dr. Reuter war es, der als erster Leiter des Roten Kreuzes in Zülpich 1913 seine Tätigkeit aufnahm. Schon ein Jahr später, als der 1. Weltkrieg mit all seinen Schrecken ausbrach, bewährte sich bereits die Einrichtung eines Vereinslazarettes für die verwundeten Soldaten, die im Krankenhaus Zülpich versorgt wurden. Die ersten Verwundeten des 1. Weltkrieges waren Soldaten aus dem Raum Hannover. Von 1914 bis 1918 wurden im Zülpicher Krankenhaus über 1200 Soldaten versorgt und gepflegt. Das Krankenhaus verfügte seinerzeit über 70 Betten.


Foto: Sammlung Manfred van der Broeck.



Die Zülpicher Feuerwehr 1880


Feuerwehr um 1900, Beispielfoto



„Im Deutschen Kaiserreich des Jahres 1880 wurde in Zülpich die erste „Freiwillige Städtische Feuerwehr“ ins Leben gerufen. Eine rein freiwillige Einrichtung bestand in der Römerstadt bereits um das Jahre 1870. Die Stadtverwaltung und die Feuerwehr arbeiteten eng zusammen. Vorsitzender und Leiter der Feuerwehr war der Bürgermeister der Stadt Zülpich, Albert Guinbert (1869-1907). Erst nach dieser Eingliederung in den städtischen Haushalt konnten entsprechende moderne Feuerlöschgeräte und dergl. für noch schnellere Löscharbeiten herangeschafft werden“


Die städtische Feuerwehr in Zülpich besteht heute aus mehreren ehrenamtlichen Einheiten einschließlich der Jugendfeuerwehren und einer Kinderfeuerwehr.




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Vergl. Heribert van der Broeck „ Zülpich im Sturm der Zeit“ und Norbert v.d.Broeck.



Höhere Schule in Zülpich seit 1903.

1993 wurde das „Städtische Gymnasium“

in „Franken-Gymnasium“ umbenannt.



Oben: Gymnasium am Keltenweg, in der Ansicht des Erst-Baues. Das Schulgebäude wurde in der 1970er Jahren mehrfach nach Osten hin erweitert.


Die Schule trat 1903 als „Höhere Bürger-Schule zu Zülpich“ mit 15 Jungen in das Geschehen der Stadt Zülpich ein. 

Progymnasium Zülpich 1903



Anno 1947 war das höhere Schulwesen in Zülpich noch sehr spärlich. Die Schülerinnen und Schüler nahmen von der 5.-8. Klasse (Sexta – Untertertia) am Unterricht teil. Erst Ostern 1962 lag dann endlich die Genehmigung für die Einstufung als Progymnasium vor. Das hieß für die Schülerinnen und Schüler eine Unterrichtung bis zur 10. Klasse, also bis zur Untersekunda, was den Abschluss der sogenannten „Mittleren Reife“ ermöglichte. Wollte man allerdings einen Schulabschluss mit „Abitur“ erreichen, musste man zu den dafür gesondert ausgestatteten Gymnasien nach Euskirchen oder Düren wechseln. Der Begriff „Fahrschüler“ war in der Bevölkerung in aller Munde. 


1964 wurde schließlich das heute noch bestehende neusprachliche „Städtische Gymnasium Zülpich“ erbaut und in den 1970ern mehrfach erweitert. Das alte Gymnasium am Kölntor wurde geschlossen und abgerissen. 


1969 konnte man schließlich auch in Zülpich sein Abitur machen. 


Weitere Schulen in Zülpich sind die „Realschule Karl-von-Lutzenberger“ und die „Städtische Gemeinschaftshaupt-schule“.

Hauptschule Zülpich, Foto: Archiv JCD


Karl-von-Lutzenberger Realschule in Zülpich, Foto: Archiv JCD


1938: Erstes "Lichtspieltheater" in Zülpich.


Das Kino in Zülpich. Im Jahre 2003 rollten die Betreiber zum großen Bedauern der Region die Leinwand ein.



1938 eröffnete Maria Horst in der Zülpicher Martinstraße das erste Lichtspieltheater - wie man solche Gebäude damals noch nannte. Filmstars wie Grethe Weiser, Brigitte Horney, Paul Hörbiger, Heinz Rühmann, Hans Albers oder Theo Lingen waren hier der Mittelpunkt, als in dem Neubau, der 230 Personen Platz bot, die ersten Filme in den Projektor eingelegt wurden. Im Jahre 1976 übernahmen Willi Staß und Herbert Renck das Kino, das sie gemeinsam bis zur Schließung am 02.09.2003 führten.

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Foto Kino: Mit freundlicher Genehmigung von "Gülden und Gülden GbR",  Schumacherstraße 16, 53909 Zülpich  - www.fotoguelden.de.



Zwei Söhne der Stadt.

Die Maler und Ehrenbürger der Stadt Zülpich

Johann Hubert Salentin und Kaspar Pütz




Genremaler Johann Hubert Salentin

Johann Hubert Salentin, deutscher Genremaler der Düsseldorfer Schule, wurde am 15. Januar 1822 in Zülpich, Münsterstraße 6, als Zwillingskind  geboren und lebte bis zum 07.Jui 1910  zuletzt in Düsseldorf. Er wurde am 03. März 1901 zum Ehrenbürger der Stadt Zülpich ernannt.

Geburtshaus in der Münsterstraße 6, Zülpich.Foto: JCD, mit freundlicher Genehmigung von Frau Vetter, Zülpich.


Gedenktafel am  Geburtshaus in der Münsterstraße 6.



„Hubert Salentin war vierzehn Jahre lang Hufschmied und kam erst 1850 auf die Düsseldorfer Akademie, wo die Maler Wilhelm von Schadow, Carl Ferdinand Sohn und Adolph Tidemand seine wichtigsten Lehrer waren.




Maler Hubert Salentin.


Mit Vorliebe malte Salentin gemütvolle Genreszenen  aus dem bäuerlichen Leben in Westdeutschland, die sich durch korrekte Zeichnung und lichte Farbgebung bei flüssiger Behandlung auszeichnen“.


Neu errichtetet Grabstätte auf dem Friedhof in Zülpich in heutiger Zeit.

Das erste Grab wurde durch die Bombenangriffe im 2. Weltkrieg zerstört.



Auswahl einiger Gemälde des Genremalers H. Salentin

Der Hirtenjunge, 1910, Hubert Salentin - Aktionskatalog Van Ham, 2009


Der neue Schmiedelehrling, 1860, Lithografie von Moritz Ulffers nach dem Gemälde von Hubert Salentin.

Rückkehr von der Taufe, Nach dem Gemälde von Hubert Salentin, 1868



Der Zülpicher Heimatmaler Kaspar Pütz

14.01.1920 – 07.03.1997



Grabstein auf der Friedhof in Zülpich (Ausschnitt)

Foto: History-Club Zülpich

 

Als vorwiegende Motive seiner Malerei wählte er die wichtigsten historischen Bauten von Zülpich. Kaspar Pütz wurde Ehrenbürger der Stadt.

 


Bemalung der Außenmauer des Anwesens "Schießbahn 10" in Zülpich.

 





Kaspar Pütz. Bilder des Malers an der Hauswand und an der Gartenmauer „Schießbahn 10“  in Zülpich. Einige Gemälde des Meisters können heute noch erworben werden. Sie befinden sich in Besitz seines Sohnes Manfred Pütz. Bei Interesse kann man sich an die Enkelin im Haus Pütz, Schießbahn 10 in Zülpich wenden


Zülpich um 1900 mit Kölner Hof, Postamt, Rathaus und Burg.

Ablichtung vom Gemälde "Münstertor und Mühlenberg".



Ablichtungen mit freundlicher Genehmigung durch Manfred Pütz, Zülpich.

 


Das heutige Zülpich


Stadt mit

Charme und Charakter


Zülpich - Wolkenkratzer CC BY-SA 4.0

Zum Vergrößern bitte Foto anklicken


Zülpich liegt in Nordrhein-Westfahlen und hier im Regierungsbezirk Köln. Die Stadt und ihre 24 Ortsteile gehören zum Kreis Euskirchen. Auf einer Fläche von ca. 100 Quadratkilometer leben 20440 Einwohner (Stand 31.12.2020). Bürgermeister ist Ulf Hürtgen. Er wurde bei der Wahl am 13. September 2020 im Amt als Bürgermeister bestätigt. Er übt das Amt seit 2015 aus.


Rathauskomplex in heutiger Zeit  (Foto JCD)


Das Amt des Beigeordneten bekleidet seit 24.02.2016 Ottmar Voigt aus Schwerfen, der bereits seit  2006 auch Stadtkämmerer ist.


Offizielle Partnerstädte der Stadt Zülpich sind Blaye (Frankreich) Kangasala (Finnland) und Elst ( Niederlande).

Nicht offizielle Partnerstädte sind Leiwen (Mosel) und

Tárrega ( Spanien).


Marktplatz  in Zülpich


CTHOE - Eigenes WerkZülpich, Markt am Rathau CC BY-SA 3.0File:Zülpich-Markt.JPG Erstellt: 16. September 2012

Schumacherstraße mit Rathausturm 2020 (JCD)



Zülpich vor über 100 Jahren

Zülpich um 1900

Bachtor mit Straßenabschnitt um 1904


Kölnstraße um 1917


Schumacherstraße um 1910


Bahnhof der Eisenbahngesellschaft um 1910


Bahnhof in Zülpich der Dürener Kreisbahn (Römerallee) um 1910)

Bahnhof der Euskirchener Kreisbahn Zülpich-Stadt um 1920


Römerallee um 1900


Römerallee um 1900

Münsterstraße um 1919 von Norden her gesehen.

Kaiserliche Poststelle am Markt in Zülpich um 1910

   Rathaus und Rathausturm um 1913, Schumacherstraße



Gymnasium am Kölntor in Zülpich - 1904


Am Weiertor und Markt um 1900







...wird fortgesetzt.   Fotos aus der Zeit von 1890 - 1920 sind stets willkommen.


eMail Adresse : hpm56@t-online.de



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Der Seepark im Süden Zülpichs


Auf dem ehemaligen Gelände der "Landesgartenschau 2014"  befindet sich im Süden der Stadt der "Seepark Zülpich". Seit 2015 ist das Gelände für Besucher geöffnet. Der Park hat ein Ausmaß von 20 Hektar. Der dazu gehörige See ist 1969 durch Rekultivierung des Tagebaus Zülpich-Süd entstanden. Der See ist 1,2 Kilometer lang und 500 Meter breit. Er hat eine Gesamtfläche von 85 Hektar. Die Tiefe des Sees misst 38 Meter.


Der Seepark in Zülpich - Erholung pur

Wohmobilhafen mit 6o Stellplätze.


Fotos: Raimund Spekking,  CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons).

          https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Raymond/Z%C3%BClpich



Das Römerbad

3. Jahrhundert n.Chr.  - freigelegt ab 1929


Die Entdeckung:


Jahrhundertelang blieb die ca. 400 m große römische Thermen-Anlage im Boden nahe der Peterskirche der Öffentlichkeit verborgen

Als im Jahre 1929 in Verbindung mit der Kanalisation der Stadt Zülpich auf dem Mühlenberg  östlich, nördlich und westlich der Peterskirche durch Kanalgräben bis zu 3 Meter tiefe Gräben durchzogen wurde, durchschnitt man eine Reihe römischer Mauern. 


Am 29. Mai 1931 schlug eine Spitzhacke eine 85 mal 70 cm große Granitplatte durch, unter der in einem Hohlraum mehrere aus Rundziegeln aufgebaute Säulchen sichtbar wurden (unten) - die ersten Belege dafür , dass man auf eine ehemalige römische Heizanlage gestoßen war.


Foto: HOWI - Horsch, Willy - CC-BY-SA 4.0 zuletzt 28.07.2017

HOWI - Horsch, Willy - Selbst fotografiert CC BY-SA 4.0File:Museum-der-Badekultur-Zülpich-Detail-der-Therme.JPGErstellt: 31. Dezember 2008

Römerbad  ( Foto: Sammlung Jeannette Cramer-Rochels, Lüxheim).



1936 stieß man dann auf Überreste eines antiken römischen Wasserbeckens mit  Heizungssystem aus dem 2. Jahrhundert n.Chr.


Als am Heiligen Abend 1944 die Peterskirche und Propstei durch die Luftangriffe der Alliierten fast völlig vernichtet wurden, blieb die römische Badeanlage eher unbeschädigt und konnte nach dem Krieg der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Ausgrabungen Ende der 1970er Jahre brachten weitere Reste der Thermen zu tage. 2008, am 29. August, wurden die "Römerthermen Zülpich-Museum der Badekultur" eröffnet.  Das Herzstück des Museums sind wohl die einzigartigen Thermen, die man heute als die besterhaltesten ihrer Art  nördlich der Alpen bezeichnen darf (vergl.www. romerthermen -zuelpich.de)


Seit 2009 befindet sich das Museum in der Trägerschaft des Landschaftsverbandes Rheinland.


Die Badeanstalt stammt aus dem 2. Jahrhundert und wurde nach vielen Umbauten  schließlich im 4. Jahrhundert wieder aufgegeben und blieb seit dem ungenutzt.



 

Museum - Foto: Justiz-Club Düren

Dauerausstellung Badekultur:

Römerzeit

Mittelalter

Frühe Neuzeit

Neuzeit


Zur Homepage


Römerthermen Zülpich

 








Weiteres Quellenverzeichnis:

(1) Seite „Zülpich“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. März 2017, 16:20 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Z%C3%BClpich&oldid=163979261 (Abgerufen: 22. Juli 2017, 19:15 UTC

Quellen:https://de.wikipedia.org/wiki/Zülpich




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